Die Strecke:
Wir erkunden zunächst die Umgegend der gambischen Hauptstadt Banjul mit ihren Fischerdörfern, den Stränden, der Reptilienfarm und den dichten Mangrovensümpfen. Ein Besuch bei der Eco-Lodge Sandele zeigt uns, wie verantwortlicher Tourismus funktionieren kann. Unsere Unterkunft, die Safari Garden Lodge, ist eine kleine, gut ausgestatte Lodge von familiärem Zuschnitt. Diese kleine Lodge zeichnet sich durch sehr umweltbewusstes Management aus. Nähere Informationen zu dieser Lodge können wir auf Anfrage gerne geben. Die Fährfahrt am nächsten Morgen führt uns auf die North Bank, der Nordseite des Flusses. Hier fahren wir bis nach Janjanbureh (früher Georgetown) durch den Ort Juffureh mit den Ruinen von Fort James, einem ehemaligen Sklavenhandelsposten, seinem Museum und dem Dorfleben. Wir treffen die Dorfchefin von Juffureh, eine sehr engagierte Frau. Juffureh war übrigens der Ausgangspunkt für Alex Haleys "Roots".
Nach einem Abstecher zu den Steinkreisen von Wassu, einer zehntausend Jahre alten Begräbnisstätte, erreichen wir Janjanbureh, wo wir im dortigen einfachen Camp bei Petroleumlicht die Nacht am Nordufer des Flusses verbringen. Hier werden uns die Affen aus dem nahegelegenen Wald beim Dinner Gesellschaft leisten. Georgetown erwartet uns mit dem Sklavenhaus und der Armitage School, dem ersten gambischen Internat.
Nach einer kurzen Fahrt auf dem Fluss treffen wir das Team von Badi Mayo, dem bekannten Aufzuchtzentrum für Schimpansen. Mit etwas Glück bekommen wir die Sondergenehmigung mit der es uns möglich sein wird, die Schimpansen neben anderen Tieren wie Nilpferden, Krokodilen und Warzenschweinen in ihrem Lebensraum zu beobachten. Die Vogelwelt ist einzigartig. Die Übernachtung findet am Zentrum statt und am nächsten Tag besuchen wir die umliegenden Dörfer, die lokale Schule und die örtliche Klinik. Unsere nächste Etappe führt uns wieder über den Fluss nach Tendaba, einem früheren Jägercamp am Südufer, das sich jetzt vor allem der Ornithologie widmet. Die Lage an einem kleinen Fischerdorf ist einzigartig, und die Küche ist für ihre afrikanischen Spezialitäten bekannt.
Von hier aus unternehmen wir in einer Piroge eine Tour auf dem Fluss, bevor wir in die Greater Banjul Aerea und unser Safari Garden zurück fahren. Makasutu Cultural Forest steht auf dem Programm. Dieser teilweise heilige Mangroven- und Palmenwald mit der darin befindlichen Lodge ist einfach unbeschreiblich. In den verschiedenen Ökosystemen von Sandflächen über Savanne bis hin zu dichtem Wald und bewachsenen Ufern geben sich Geier, Paviane, Warane und europäische Zugvögel ein Stelldichein. Ein Besuch in der örtlichen Fruchtlikörbrennerei und der abendliche Vortrag einer Geschichtenerzählerin runden den Tag ab.
Gesellschaftliche Themen werden groß geschrieben. In der Stiftung für Frauenaktivitäten und Umwelt erfahren wir vieles über das Leben der Frauen, ihre Tätigkeiten und die Selbsthilfeorganisationen, die alle Bereiche umfassen. Der Lunch wird auf der selbstverwalteten "Gambia is Good"-Farm eingenommen, in der lokale Techniken gefördert werden, um landwirtschaftliche Produkte gewinnbringend zu produzieren und zu vermarkten.
Nachmittags können wir die Strände und Märkte erkunden, um am nächsten Tag erfrischt den "Austern-Frauen" einen Besuch abzustatten. Die Austernzucht ist ein großer wirtschaftlicher Faktor für die Frauen, und wir werden die Gelegenheit haben die Produkte zu verkosten. Neu im afrikanischen Kontext und daher absolut sehenswert ist das Papierrecyclingzentrum, in dem in Selbstverwaltung Schulhefte und -bücher hergestellt werden. Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Bewusstsein für soziale und umweltpolitische Aspekte steigt.
Die letzten zwei Tage vor dem Abflug stehen zu freier Verfügung. Strände, Märkte oder Dorfbesichtigungen - hier kann die durchführende Tourveranstalterin wertvolle Tipps geben. Den Abend vor dem Abflug verbringen wir bei einem Abschiedsdinner in der Ngala Lodge.
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